Kinder­er­nährung – wie lassen sich Essstö­rungen vermeiden ?

Essen ist ein Grund­be­dürfnis des Menschen und essen­ziell wichtig für das Über­leben. Damit Kinder sich gut und gesund entwi­ckeln können, sind sie auf eine voll­wertige, bunte und abwechs­lungs­reiche Ernäh­rungs­weise ange­wiesen. Aus den unter­schied­lichsten Gründen kann es aber immer wieder dazu kommen, dass Kinder zu große Portionen oder auch viel zu wenig essen. So bekommen sie unter Umständen nicht alle benö­tigten Nähr- und Vital­stoffe oder nehmen diese im Übermaß auf. Die Folge : Es entstehen uner­wünschte Essstö­rungen !

Warum ist gesunde Ernährung für die Kleinen so wichtig ?

In der heutigen Zeit leiden immer mehr Menschen an Essstö­rungen, leider auch immer mehr Kinder. Prävention ist hier das zentrale Stichwort, denn Kinder, die sich gut ernähren sind nicht nur gesünder, sondern auch glück­licher.

Sie :

  • Entwi­ckeln sich besser und gesünder – in körper­licher, aber auch in psychi­scher Hinsicht.
  • Sie bauen mehr Muskel­masse auf.
  • Sie sind viel leis­tungs­fä­higer.
  • Fühlen sich wohler als schlecht ernährte Kinder.
  • Profi­tieren von einer besseren Wund­heilung.

Der Orga­nismus von Kindern, die sich gesund ernähren, spricht deutlich besser auf medi­zi­nische Behand­lungen und Arznei­mit­tel­prä­parate an.

Eine ausge­wogene Ernäh­rungs­weise stärkt die Immun­ab­wehr­kräfte des Kindes und wirkt sich auch sehr positiv auf den Ener­gie­stoff­wechsel aus.

Wie kommt es über­haupt zu kind­lichen Essstö­rungen ?

Kind­liche Esspro­bleme sind eine der häufigsten Gründe, warum Eltern sich hilfe­su­chend an einen Kinderarzt werden. Einige Kinder sind sehr wähle­risch und wollen nicht alles essen, was auf den Tisch kommt. Andere wiederum werden infolge eines Infekts zu schlechten Essern. Sehr kleine Kinder, die noch nicht selbst­ständig essen können, leiden nicht unter Essstö­rungen, sondern unter einer soge­nannten Fütter-Störung.

Vor allem in den ersten Lebens­jahren kann es immer wieder zu einem kompli­zierten kind­lichen Essver­halten kommen. Das ist jedoch noch lange kein Grund zur Besorgnis. Vielfach haben die Kinder auch noch Angst vor dem Neuen und den unbe­kannten Lebens­mitteln. Wichtig ist, das Kind immer wieder dazu zu ermu­tigen, neue Nahrungs­mittel zu probieren : Das sollte aber immer ohne jeglichen Druck erfolgen.

Wann liegt eine ernst­zu­neh­mende Essstörung bei Kindern vor ?

  • Wenn Kinder nur sehr langsam essen und viel mit dem Essen spielen.
  • Wenn Kinder ohne eine erkennbare physische Ursache die aufge­nommene Nahrung wieder erbrechen.
  • Wenn Kinder aus ärzt­licher Sicht viel zu geringe Mengen essen.
  • Wenn Kinder nicht ihrem Lebens­alter entspre­chend an Gewicht zunehmen oder ausrei­chend wachsen.
  • Wenn sich deut­liche Anzeichen einer Essstörung zeigen, so zum Beispiel ein viel zu hohes Gewicht, der ständige Gedanke ans Essen oder ein ausge­prägtes Unter­ge­wicht.