Ist Sitzen wirklich das neue Rauchen ?

Rauchen schadet der Gesundheit, das steht eindeutig fest. Mitt­ler­weile findet sich auf allen Ziga­ret­ten­schachteln ein entspre­chender Hinweis der Warnung. Experten schlagen aber nun immer mehr Alarm und rufen der Bevöl­kerung ins Bewusstsein, dass es einen weiteren Faktor gibt, der die Lebens­er­wartung verkürzt und dem Rauchen im Grunde in nichts nach­steht : zu langes Sitzen !

Wissen­schaft­liche Studien haben sich mit diesem Sach­verhalt beschäftigt und kamen zu einem eindrucks­vollen Ergebnis :

  • Eine Ziga­rette verkürzt das Leben um rund 11 Minuten.
  • Eine Stunde Sitzen verringert die Lebens­er­wartung hingegen um satte 22 Minuten !

Langes Sitzen und Inak­ti­vität birgt viele gesund­heit­liche Risiken

Falsches Sitzen führt zum einen zu Rücken­schmerzen und Hals­wir­bel­säu­len­be­schwerden. Vor allem Menschen, die vorwiegend einer sitzenden Tätigkeit nach­gehen, leiden oft unter Über­ge­wicht. Durch regel­mäßige Bewegung können die nega­tiven Folgen des Sitzens vermindert werden. Es reicht bereits aus, pro Tag eine halbe Stunde Sport zu treiben. Des Weiteren raten Experten nicht länger als 30 Minuten am Stück zu sitzen. Zwischen­durch sollte man sich immer die Beine vertreten, aufstehen und ein wenig umher­laufen. Viel­leicht kann man zwischen­durch zum Brief­kasten laufen oder kurz die Blumen gießen.

Mehr Bewegung für mehr Wohl­be­finden und Gesundheit

Bewegung und Akti­vität ist gesund – sowohl körperlich als auch geistig ! Laut der WHO bewegt sich jede dritte Frau und jeder vierte Mann zu wenig. Inak­ti­vität erhöht aber das Entste­hungs­risiko für zahl­reiche Erkran­kungen wie zum Beispiel Demenz, Alzheimer, Herz-Kreislauf-Krank­heiten, Diabetes Typ 2 oder Schlag­anfall.

Die viele Erkran­kungen mindern nicht nur die Lebens­qua­lität, sondern sorgen auch für eine deutlich verkürzte Lebens­er­wartung. Der alltäg­liche Bewe­gungs­mangel muss somit unbe­dingt durch tägliche Bewe­gungs­ein­heiten ausba­lan­ciert werden : Nehmen Sie mal das Fahrrad und lassen Sie das Auto stehen. Unter­nehmen Sie häufiger einen Spaziergang durch die freie Natur und bringen Sie somit mehr Akti­vität in Ihren Alltag. Es muss kein schweiß­trei­bendes Training sein, vielmehr reichen bereits kleine Dinge aus, um die Gesundheit aktiv zu fördern.

Wer sich ausrei­chend bewegt kann nicht nur Schmerzen vorbeugen und Beschwerden lindern, sondern auch haltungs­be­dingte körper­in­terne Schäden vermeiden.