Wie wichtig sind Groß­eltern für die Entwicklung von Kindern ?

Die Groß­eltern sind sehr wichtige Bezugs­per­sonen im Leben eines Kindes. Groß­mütter und Groß­väter sind häufig als sehr nach­sichtige, liebens­werte und geduldige Personen bekannt, viel­leicht schon körperlich leicht geschwächte Rentner, die nie schimpfen, immer ganz viel Kuchen im Haus haben und sich sehr viel Zeit für die geliebten Enkel nehmen. Groß­eltern sind in der Regel bemüht, dass ihre Enkel mit viel Freude, Liebe und Spaß durchs Leben gehen. Eine Generation, die durchaus als fürsorglich und liebevoll bezeichnet werden kann.

Haus­auf­gaben oder lästige Pflichten im Haushalt sind bei Oma und Opa neben­sächlich. Kaum Wunder also, dass Kinder so gerne bei ihren Groß­eltern sind, oder ?

Weniger Verant­wortung, mehr Zeit – erleben Groß­eltern die Enkel anders ?

In den meisten Fällen können sich Groß­eltern auf ihre Enkel ganz anders einlassen als auf die eigenen Kinder, denn auf Omas und Opas lastet ein viel gerin­gerer Druck als auf die Eltern selbst. Die Kinder­er­ziehung fällt nun nicht mehr in ihren Haupt­auf­ga­ben­be­reich. Sie müssen sich nicht um die alltäg­lichen Schwie­rig­keiten kümmern und haben zudem viel mehr Freizeit. Sie nicht mehr so über­lastet und stehen nicht mehr mit beiden Beinen im beruf­lichen Alltag. Sehr viele junge Eltern kämpfen mit einem starken Druck im Beruf, wenig Zeit und daraus resul­tierend auch häufig einer ausge­prägten Ungeduld.

Des Weiteren sind Groß­eltern bei den Enkeln entspannter, denn zahl­reiche Probleme erleben sie nun nicht mehr zum ersten Mal. Das Kind ist krank oder kommt in der Schule mit Freunden und Lehrer nicht zurecht ? Das beun­ruhigt junge Eltern oftmals. Groß­eltern können an solche Dinge schon viel stress­freier heran­gehen. Sie wissen, welche Haus­mittel Abhilfe schaffen, wenn die Enkel mal krank sein und haben viel­leicht auch wert­volle Vorer­fah­rungen für Schul­pro­bleme. Sie wissen, welche Lösungen sich zum Beispiel damals bei den eigenen Kindern bewährt haben und können aktiv mit Rat und Tat unterstützen.

Liebe­volle Bezie­hungen zwischen Enkeln und Groß­eltern sind grund­legend wichtig

Im Idealfall bauen Groß­eltern zu ihren Enkeln bereits in der frühesten Kindheit eine enge emotionale Bindung auf, denn dann kann sich auf dieser Grundlage ein echtes Vertrau­ens­ver­hältnis entwi­ckeln. Es geht darum, sich regel­mäßig Zeit für die Enkel zu nehmen, sie zu besuchen und eine liebe­volle sowie wert­volle Zeit mit ihnen zu verbringen. Auf diese Weise werden Omas und Opas für ihre Enkel zu grund­legend wich­tigen Bezugs­per­sonen und bleiben das im Allge­meinen auch für das gesamte rest­liche Leben.

Respekt und gegen­seitige Unter­stützung von Groß­eltern und Eltern

Es ist grund­legend wichtig, dass Groß­eltern und Eltern an einem Strang ziehen und sich vor allem in den Erzie­hungs­me­thoden unterstützen.

Groß­eltern sind meistens ruhiger und beson­nener, daher ist die Zeit bei Opa und Oma vor allem für die Kinder auch eine wert­volle Auszeit vom stres­sigen Alltag mit den eigenen Eltern. Auch wenn die Enkel bei den Groß­eltern im Allge­meinen mehr dürfen, so sollten die eigent­lichen Erzie­hungs­me­thoden der Eltern nicht völlig durch­ein­an­der­ge­worfen werden. Ist das nämlich der Fall, haben es Mama und Papa zuhause wieder deutlich schwerer, die gewohnte Erzie­hungs­linie zurückzuerlangen.

Die Groß­eltern sollten den Eltern also keine Steine in den Weg legen, sondern vielmehr die Rolle eines liebe­vollen Vermittlers annehmen. Sie können mit dem nötigen Abstand die Enkel erreichen und ihnen liebevoll beibringen, dass die Regeln zuhause einge­halten werden sollten. Oma und Opa können den Enkeln auf eine sehr warm­herzige Art und Weise beibringen, dass es über­haupt nicht falsch ist auf Mutter und Vater zu hören. Auf diese Weise kann das liebe­volle Mitein­ander in einer Familie gestärkt werden und Kinder können sich verstanden, geliebt und geachtet entwickeln.