Sind Getrei­de­pro­dukte wirklich so ungesund ?

In zahl­reichen Ländern weltweit sind Getrei­de­pro­dukte ein sehr wich­tiges Grund­nah­rungs­mittel. Dinkel, Roggen, Weizen und Co. sind aus unserer täglichen Ernährung im Grunde gar nicht mehr wegzu­denken, dennoch stehen Getrei­de­pro­dukte immer häufiger in der Kritik. Sind sie wirklich so gesund ? Gesund­heits­ex­perten sind sich mitt­ler­weile einig, dass der über­mäßige Getrei­de­verzehr der Gesundheit des Köpers stark zusetzen kann. So erhöht sich das Risiko für die Entstehung von chro­ni­schen Erkran­kungen sowie für früh­zeitige Alterungsprozesse.

Was passiert im Körper nach dem Verzehr von Getreide ?

In Getrei­de­pro­dukten stecken zahl­reiche Kohlen­hy­drate, die im Zuge des Verdau­ungs­vor­ganges in Zucker aufge­spalten werden. Der Blut­zucker-Level steigt zunehmend an und so beginnt die Bauch­spei­chel­drüse mit der Insu­lin­aus­schüttung. Die Fett­ver­brennung kommt zum Erliegen und das Insulin sorgt dafür, dass der Zucker in die Zellen, die Musku­latur und die Körper­organe gelangt : Hier dient der Zucker vor allem als wert­voller Energielieferant.

Sind alle wich­tigen Körper­be­reiche mit Zucker versorgt, sorgt das Insulin für die Einla­gerung des über­schüs­sigen Zuckers in körper­ei­genen Depots : Das dient dann als Rücklage für schlechtere Notzeiten.

Heut­zutage sind Hunger­phasen nicht mehr wirklich ein Thema : Wir kommen fast überall und unkom­pli­ziert an Nahrungs­mittel ran. Demnach nehmen wir auch viel zu viele Kohlen­hy­drate auf und infol­ge­dessen werden Fett­zellen nicht mehr so effektiv abgebaut. Im Grunde lässt sich also sagen : Getrei­de­pro­dukte machen dick, vor allem dann, wenn sie in einem über­mä­ßigen Maß verzehrt werden.

Eine getrei­dearme Ernäh­rungsform – das Paleo Konzept

Die Paleo Ernäh­rungsform bietet verschiedene Möglich­keiten und diente schon unseren Vorfahren als wert­volle Ernährung. Den Ackerbau gab es in der Steinzeit noch nicht und demnach auch keine Getrei­de­pro­dukte. Erst vor rund 10.000 Jahren begann der Mensch mit dem Anbau von Getreideprodukten.

Im Rahmen der Paleo Ernährung geht es also vor allem darum, den Körper mit leicht bekömm­lichen Nähr­stoffen zu versorgen, die zwar ausrei­chend Energie liefern, aber nicht unnötig belasten. Getreide ist oftmals für den Orga­nismus schwer verdaulich – das gilt auch für Voll­korn­pro­dukte. Des Weiteren sind Weiß­mehl­pro­dukte wie zum Beispiel Nudeln, Reis oder Brot oft so stark weiter­ver­ar­beitet, dass sie dem Körper auch kaum einen Nutzen bieten.

In einer Grauzone werden Kartoffeln und weißer Reis ange­siedelt. Diese Foods gelten als leichter verdaulich und finden sogar im Rahmen einer Paleo Ernäh­rungs­weise einen festen Platz. Kartoffeln liefern dem Körper zudem wert­volle Nähr­stoffe und wichtige Energie – ganz ohne zu beschweren.