Wie wichtig sind Geschwister fürein­ander ?

Geschwister, Brüder und Schwestern, haben unter­ein­ander eine ganz besondere und einzig­artige Beziehung, ein Band, das im Allge­meinen für die Ewigkeit vorhanden ist. Geschwister wachsen zusammen auf, sie erleben die Kindheit gemeinsam und entwi­ckeln sich zusammen. Sie teilen zuhause alles und kämpfen auch immer wieder mitein­ander – sei es um die Gunst der Eltern oder um Spiel­sachen.

Die Bezie­hungen von Geschwistern unter­ein­ander ist oftmals alles andere als unpro­ble­ma­tisch : Häufig kommt es zu diversen Strei­tig­keiten oft auch Hass. Ebenso intensiv sind aber auch die vielen posi­tiven Gefühlen zwischen Geschwistern. Geschwister sind Verbündete und oft auch ein Vorbild fürein­ander : Das trifft besonders für Schwestern zu : Oft ist im Teen­ager­alter die große Schwester als größeres Vorbild als die eigene Mama. So finden zum Beispiel viele Zehn­jährige ihre Schwester ganz toll und wollen um ihre Aner­kennung kämpfen.

Was können Eltern für ein gutes Mitein­ander zwischen Geschwistern tun ?

Geschwister müssen sich Vater und Mutter mitein­ander teilen und infol­ge­dessen kann es immer wieder zu Reibe­reien und Riva­li­täten kommen. Aus diesem Grund sollten Eltern immer darauf achten, dass keines der Kinder bevorzugt wird. Ebenso sollten Eltern ihre Kinder nicht mitein­ander vergleichen, um keinen unnö­tigen Konkur­renz­kampf zu begüns­tigen. Jedes Kind muss das Gefühl haben, für sich selbst zu exis­tieren und mit den persön­lichen Schwächen und Fehlern geliebt zu werden, aber auch für die eigenen Stärken geschätzt zu sein.

Vergleiche unter Kindern verhindern ein harmo­ni­sches Verhältnis zwischen Geschwistern und sind sehr kontra­pro­duktiv, denn immerhin hat jedes Kind seine eigenen Fähig­keiten, Charak­ter­ei­gen­schaften, Talente und Leis­tungen.

Besonders schwierig ist es auch, wenn plötzlich ein Geschwis­terchen geboren wird : Das bisherige Kind fühlt sich nun unwichtig und in den Hinter­grund gedrängt und reagiert oft mit Eifer­sucht. Hier ist es wichtig, das größere Kind mitein­zu­be­ziehen und gemeinsame Zeit als Familie zu verbringen. Entwi­ckeln Sie gemeinsame Rituale und versuchen Sie eine Bindung zwischen dem Baby und dem älteren Geschwis­terchen aufzu­bauen.

Typisch Einzelkind ! – Gibt es das über­haupt ?

Auch heut­zutage gibt es immer wieder Vorur­teile gegenüber Einzel­kindern : Sie seien rück­sichtslos, verwöhnt, besser­wis­se­risch und es einfach gewöhnt, im Fokus der Aufmerk­samkeit zu stehen. Sie haben gelernt, nichts teilen zu müssen und sind somit sehr rück­sichtslos.

Diese Etiketten treffen bei Weitem nicht immer zu, denn wie ein Kind tatsächlich ist, hängt zu einem sehr großen Teil auch von der Erziehung ab. Mit Sicherheit braucht ein Einzelkind ausrei­chend soziale Kontakte zu anderen Gleich­alt­rigen, denn nur so kann es im Mitein­ander verstehen, wie es sich benehmen muss und dass es auch mit anderen zurecht­kommen muss.